Der Bundespräsident ist ein ziemlich wichtiger Politiker. Man bezeichnet ihn auch als das deutsche Staatsoberhaupt. Er regiert Deutschland zwar nicht. Das machen der Bundeskanzler und seine Minister. Damit diese nach einer Wahl ihre Arbeit beginnen können, müssen sie aber erst vom Bundespräsidenten ernannt werden. Außerdem prüft und unterzeichnet der Präsident wichtige Gesetze. Und er vertritt Deutschland auf Reisen im Ausland.
Am 31. Mai war Bundespräsident Horst Köhler zurückgetreten. Sein Nachfolger wurde am Mittwoch von der Bundesversammlung gewählt. Diese Zusammenkunft von mehr als 1200 Politikern und anderen wichtigen Personen trifft sich nur ganz selten – nämlich nur für die Wahl des Bundespräsidenten. Und am Mittwoch wählten sie im Berliner Reichstag den CDU-Politiker Christian Wulff.
Drei Abstimmungen notwendig
Doch die Konkurrenz war stark. Auch Wulffs Gegner von SPD und Grünen Joachim Gauck hatte gute Chancen. Und dann gab es da noch Lukrezia Jochimsen, die für die Linkspartei zur Wahl antrat. Die Bundesversammlung musste deshalb dreimal wählen gehen. Erst dann stimmten genug Teilnehmer für Christian Wulff. Er erhielt 625 Stimmen, Joachim Gauck nur 494. Lukrezia Jochimsen nahm zuletzt nicht mehr teil.
Christian Wulff ist mit 51 Jahren der bisher jüngste Bundespräsident. Und seine Frau Bettina mit 36 Jahren jüngste Präsidenten-Ehefrau. Sie haben ein kleines gemeinsames Kind und zwei weitere Kinder von anderen Partnern. Wulff war seit 2003 Ministerpräsident in Niedersachsen. Davor war er seit 1994 Mitglied im Landtag des Bundeslandes und Vorsitzender der dortigen CDU.










