Unglücke in Atomkraftwerken können schlimme Folgen haben. Das ist nicht erst seit der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl 1986 bekannt. Zwar ereignen sich solche schweren Unfälle nur selten. Wenn es dazu kommt, sind aber Millionen Menschen in Gefahr. Außerdem weiß auch niemand, wohin man den strahlenden Atommüll bringen soll, der in jedem Atomkraftwerk entsteht.
Seit über 20 Jahren kämpfen daher viele Menschen dafür, dass die deutschen Atomkraftwerke abgeschaltet werden. Im Jahr 2002 hatten sie zunächst Erfolg. Die Regierung und die Kraftwerksbesitzer vereinbarten, die Kraftwerke nach und nach abzuschalten. Um das Jahr 2021 sollte das letzte Atomkraftwerk vom Stromnetz gehen. Doch das hat sich nun wieder geändert.
Kraftwerke bleiben länger in Betrieb
Die Regierung von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Kraftwerksbesitzer haben beschlossen, die Kraftwerke bis zu 14 Jahre länger laufen zu lassen.Alte Atomkraftwerke dürfen acht Jahre länger am Netz bleiben. Im Gegenzug bekommt der Staat jedes Jahr eine große Geldsumme. Noch viel mehr Geld bringt die Vereinbarung aber den Kraftwerksbesitzern.
Ist der Bau eines Kernkraftwerks erst einmal bezahlt, verdient der Besitzer damit richtig viel Geld. Der Strom wird billig hergestellt, für die Stromkunden wird er aber immer teurer. Der Atombeschluss der Regierung lässt somit vor allem die Gewinne der Stromfirmen sprudeln. Atomkraftgegner kritisieren das. Sie sagen, dass wegen des Geldes unnötige Risiken eingegangen werden. Aus ihrer Sicht steigt damit die Gefahr eines Unfalls wie vor 24 Jahren.










